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Nein, so kann das nicht sein

Teil 6 meiner Hörgeschichte

Und Ende 2025 kam dann die Erkenntnis bei mir an: Nein, so kann das gar nicht sein – und so kann es vor allem nicht weitergehen.

Kein Land in Sicht, kein roter Faden, keine Perspektive… Die endgültige Entscheidung fiel im Januar, nachdem sich dieser eine Termin einfach nur noch sehr willkürlich an die vielen anderen angeschlossen hatte.

Die ständigen Fahrten fraßen wertvolle Ressourcen, auch wenn ich inzwischen auf Noise-Cancelling-Kopfhörer für den Weg umgestiegen war, weil ich den Lärm im Bus einfach nicht mehr ausgehalten hatte. Es fühlte sich an wie „Krieg im Kopf“.

Ein neuer Akustiker musste her. Also suchte ich und schrieb einige Akustiker in Nürnberg an: Keine Kette sollte es sein, gute Bewertungen musste er haben und keine unendlichen Wartezeiten für einen neuen Termin.

Umso mehr freute ich mich über den Anruf von der Akustikerin Frau Taktgefühl, die mir schon im Februar einen Termin anbieten konnte. Sie klang am Telefon sehr nett, und ich war motiviert und entspannt – denn immerhin würde diese elendige Fahrtzeit nach Erlangen schon mal wegfallen.

Der erste Termin: Der Weg dorthin war kurz, das war schon mal gut.

Ich schilderte meine Vorgeschichte, berichtete von der Geräuschempfindlichkeit (UCL bei 75 dB), von meinen Herausforderungen in geräuschvollen Umgebungen und den immerhin vorhandenen Erfolgen im Eins-zu-eins. Ein neues Tonaudiogramm wurde gemacht.

Ihre Einschätzung: „Bei Ihrer Thematik würde ich mit Otoplastiken arbeiten, die erfüllen am ehesten das, was wir brauchen.“

Ich wurde skeptisch und erzählte von meinen bisherigen Erfahrungen mit Druck und Problemen. Doch sie winkte ab: „Nein, keine Sorge, wir machen weiches Silikon, das passt sich viel besser an.“

Ich sagte noch ganz deutlich, dass ich kein winziges Gefummel im Ohr möchte (sie hatte mir zuvor sehr kleine Modelle gezeigt).

Es wurden Abdrücke gemacht, die Otoplastiken bestellt und ein neuer Termin vereinbart.

Published in2025Hör-wärts