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AVWS – und plötzlich ergibt vieles mehr Sinn

Teil 11 meiner Hörgeschichte

AVWS – was ist das?
Was mach ich damit?
Kann ich es verändern?
Wenn ja, wie?

Es spricht vieles dafür, aber sicher weiß ich es nicht, eben weil man es bei Erwachsenen wohl nicht mehr so sauber testen kann wie bei Kindern. Nachdem ich diese Spur aufgenommen hatte, habe ich auch einen HNO-Arzt gefunden, der das bei Erwachsenen testet.

Ich nenne ihn hier mal Dr. Wundertüte, schlicht weil es sehr wundersam war, was er so von sich gegeben hat und was dann im Arztbrief stand. Näher möchte ich auf diese Erfahrung des Medical Gaslighting tatsächlich nicht eingehen – sehr wundersam und befremdlich.
Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Auf meinem Weg begegnet mir zu einem späteren Zeitpunkt auch noch eine Frau Wundertüte an einem ganz anderen Ort; der Erfahrungswert war ähnlich beeindruckend – dazu vielleicht irgendwann ganz, ganz später mal mehr.

Zurück zu AVWS. Frau Toll ist toll: Die Gespräche und Tipps haben mir sehr geholfen, vor allem wieder Boden unter die Füße gezogen, Hoffnung gegeben, Möglichkeiten aufgezeigt und Perspektiven geschaffen. Dafür bin ich sehr dankbar, und ich weiß, wenn ich sie brauche, kann ich ganz unkompliziert einen Termin machen oder einfach meine Frage per Mail schicken. Danke, Frau Toll, für Ihr Sein!

AVWS – was ist das? Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung.

Was mach ich damit? Ja, eine spannende Frage. So genau weiß ich das ehrlich gesagt auch noch nicht. Ich übe mich im Anerkennen und erforsche, was das so in meinem Alltag heißt und wie es sich auswirkt.

Kann ich es verändern? Auch hier bin ich noch nicht so wirklich weitergekommen. ABER als mir klar wurde, dass dies wohl eine Rolle spielt, habe ich mich auf die Suche nach einer Logopädim Praxis gemacht, welche auch Hörtraining bei AVWS anbietet.
Hier ist mir dann Frau Geheimtipp das erste Mal begegnet, und ich bin auf ihrer Warteliste gelandet. Was es nun brauchte, war eine Verordnung hierfür. Und dann müsse man sehen, wie man mir weiterhelfen kann.

Wenn ja, wie? Hier kommt das Hörtraining ins Spiel und das Thema Hörgeräte. Über eine Facebook-Gruppe konnte ich herausfinden, dass es wohl möglich ist, AVWS über Hörgeräteeinstellungen zu verbessern. Wissend sind hier wohl Pädakustiker, die sich da eher mit auskennen. Dann braucht es hierfür wohl ein anderes Hörgerät als das hinter meinem Ohr – und dann war da ja noch das Thema mit der Geräuschempfindlichkeit.

Bei Dr. Wundertüte wurde diese noch mal gemessen und lag nun bei 60 dB. Mein Stresslevel hatte bis Mai 2025 dann die absolute Oberkante laut meiner Garmin-Uhr erreicht: Stresslevel 70, Puls 95 und mein Verdacht, dass hier irgendwas überhaupt nicht mehr stimmt. Ich hatte da so eine Idee.

Mit all dem neuen Wissen bin ich dann also in meinen nächsten Akustikertermin bei Frau Retterindernot gegangen.

Ja, AVWS hat sie schon mal gehört.

Auf meine gezielte Frage, ob denn bei der Anpassung meine stark herabgesetzte UCL (die Geräuschempfindlichkeit) berücksichtigt worden war, folgte die Stunde der Wahrheit: Offenbar nein.

Acht Monate lang waren die Geräte schlicht viel zu laut eingestellt gewesen – eine spätere Überprüfung bestätigte diesen Dauerstress für mein ohnehin überfordertes Nervensystem. Glücklicherweise tat Frau Retterindernot genau das, was ihr Name versprach: Sie korrigierte die Parameter und rettete damit nicht nur die Einstellung, sondern wohl auch meine letzten Nerven.

Und mit denen war ich wirklich am Ende. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt bei Frau Geheimtipp per Mail nachgefragt, wie ich denn nun zu einer Verordnung komme, nachdem mein Termin bei Dr. Wundertüte so fatal verlief, und ob sie denn nicht zufällig eine Akustikerin kenne, die sich mit so komplexen Fällen auskenne.

Zufälle gibt es nicht, oder? Es fällt einem ja eher zu.
Und wie ihr euch erinnert, war ich ja schon etwas länger mit der Frage unterwegs: Wie wird es besser als das? Was ist hier sonst noch möglich? Was ist hier jetzt möglich?

Und so kam es, dass mir Dr. Besonnen empfohlen wurde – und eine Akustikerin, die mir bereits bekannt war: Frau Herz-Ganzohr!
Man mag es nicht glauben oder für einen Zufall halten, aber ich war die ganze Zeit im passenden Geschäft, nur offenbar noch nicht bei der passenden Person angekommen.

Es war mir dann schon fast ein wenig unangenehm, als ich mich entschied, von Frau Retterindernot zu Frau Herz-Ganzohr zu wechseln.
Es spürte sich einfach richtig und wichtig an, das so zu tun. Ich bin Frau Retterindernot noch immer sehr dankbar für die erste Rettung, denn ohne sie weiß ich nicht, ob ich vielleicht mit dem Projekt Hörgeräte aufgegeben hätte.

Das Ganze hat sich über all die Monate zu etwas ganz anderem entwickelt: Aus der Innenohrschwerhörigkeit wurde ein viel komplexeres Hörthema, und dem galt es sich nun zu widmen.

Somit war ich sehr gespannt auf meinen ersten Termin bei Frau Herz-Ganzohr Ende Mai 2026.

 

Published in2026Hör-wärts